John Kameel Farah

Fr 28.10.2016


Jesuitenkirche Heidelberg

VVK: 16 € zzgl. Geb

AK: 20 €

Beginn: 20:00

Einlass: 19:00

Reihe: Tunneleffekt

Land: Kanada

Besetzung:
John Kameel Farah : p, keys, org

Zwischen allen Stühlen oder: zur Dialektik des Schubladisierens. Im britischen „Wheel Me Out“-Magazin konnte man im Zusammenhang mit den Klanghybriden des mittlerweile zwischen Toronto und Berlin pendelnden Komponisten und Pianisten John Kameel Farah lesen, dass wohl kein Artikel ohne die luftigen Begriffe „innovativ“ oder „Genregrenzen sprengend“ auskomme. Manchmal eile Farah selbst höflich herbei, um ein „postmodern ... but after that!“ anzubieten. 2014, als Farah erstmals im Rahmen von Enjoy Jazz in der Heiliggeistkirche Heidelberg gastierte, boten wir an dieser Stelle noch „Post-Classical-Music“ an, um das Publikum auf einen experimentellen Improvisationskünstler neugierig zu machen, der, klassisch ausgebildet, von Terry Riley unterrichtet wurde und sich für Bach, Schönberg, Feldman und arabische Musik begeistert. Nur, um dann von einem bestens aufgelegten Loopund Sampling-Artisten an Klavier, Orgel und Synthesizer live mit einer weitaus wilderen Mischung (Renaissance-Musik + Elektrobeats + Ravel + Orientalisches) geflasht zu werden. Sein aktuelles Album „Unfolding“ überrascht durch derart unvorhersehbare Wendungen und Fügungen heterogenen Klang-Materials, dass ein erschöpfter Kritiker nur noch ein Wort fand: „Maximalismus“.