Land: Deutschland / USA
Besetzung:
Sebastian Gramss: kb
William Parker: kb
Musik war immer schon da. Als Kind hat der 1952 in der Bronx geborene William Parker in eine Spielzeugtrompete getrötet. Das Instrument, das ihn berühmt machen sollte und mit dem er inzwischen auf gewisse Weise verwachsen ist, entdeckte er dann erst auf der Highschool. Der Bassist Parker ist eine Art lebende Legende – der Gralshüter der New Yorker Avantgarde in den letzten 30 Jahren; Festivalmacher ist er darüber hinaus. In den 70ern spielte er mit Ed Blackwell oder Don Cherry, die 80er waren geprägt von der Zusammenarbeit mit Cecil Taylor. Der Pianist Matthew Shipp ist ein langjähriger Partner ebenso wie Peter Brötzmann, Hamid Drake oder Joe McPhee. Parkers Interessen sind so vielseitig wie die Diskografie als Leader und Sideman lang. Dass nun dieser herausragende Bassist auf einen anderen Bassisten von Rang trifft, ist extrem reizvoll: Sebastian Gramss verfolgt seit einigen Jahren das Projekt „Double the Double Bass“. Barry Guy, Barre Philips oder Mark Dresser gehörten zu seinen Duo-Partnern. Man entdeckt in diesen Kollaborationen sowohl die feinen Unterschiede der Spielansätze als auch den Nuancenreichtum des Instruments; ganz neue rhythmische und melodische Freiheiten können so entstehen. Nun werden Gramss und Parker improvisierend die Möglichkeiten des Kontrabasses und des Miteinanders ausloten. Große Musiker seien nicht deshalb groß, sagte Parker einmal, weil sie gut spielten, sondern weil ihre Musik eine magische Kraft besitze. Das dürfte an diesem Abend bewiesen werden.