Land: Großbritannien
Besetzung:
Paul Weller: voc, g, p
Steve Craddock: g
Steve White: dr
Seamus Beaghen: keys
Damon Minchella: b
Muss man „Modfather“ Paul Weller an dieser Stelle wirklich noch vorstellen? Muss man all die Hits, die Weller seit 1977 zunächst mit The Jam („Going Underground“, „That´s Entertainment“), anschließend mit The Style Council („Shout To The Top“, „Walls Come Tumbling Down“) produzierte, in Erinnerung rufen? „My Ever Changing Moods“ – wann immer – auch auf dem Höhepunkt des Erfolgs – ein Projekt für Weller langweilig zu werden drohte, wechselte er die Richtung und setzte dabei stets Maßstäbe: Ob mit rohen Punk-Energien aufgeladener Beat, ob eleganter Pop mit Motown-Soul-Einflüssen oder groovender Acid Jazz mit politisch radikalen Botschaften, stets war Weller ganz vorne dabei. Mag die Solokarriere nach dem glanzvollen „Wild Wood“ (1993) im vergangenen Jahrzehnt auch etwas unspektakulär verlaufen sein, rechtzeitig zu seinem 50. Geburtstag im Mai 2008 hat sich Paul Weller mit dem vielseitigen und von einer verstärkten Auseinandersetzung mit Folk geprägtem Album „22 Dreams“ in Höchstform zurückgemeldet. Und wenn Weller im Song „Cold Moments“ heute singt: „Waitin´ For the Dice To Roll / Where I´m Headin´ I don´t Know / Please Don´t Talk About Me When I`m Gone / I Just Had To Move On“, dann klingt das wie ein inspiriertes und selbstbewusstes Versprechen auf noch so manche Überraschung.