Pré-vente: 26,20 €plus des frais
Guichet de location: 28,00 €
Début: 20:00
Ouverture des portes: 19:00
Bestuhlt
Womit anfangen? Nach all den Jahren, in denen die „Ritual Groove Music“, der „Zen Funk“ dieser Schweizer Band in wechselnden Besetzungen und Weiterungen international reüssiert und die Band live so manches „gerockt“ hat? Ist hier nicht längst alles gesagt? Nik Bärtsch´s RONIN. 2001 gegründet, veröffentlichte die Band einige Alben im Selbstverlag, bevor das auf dem renommierten „ECM“-Label erschienene „Stoa“ der Band eine größere Öffentlichkeit bescherte. So „frisch“ und unerhört klingt dieses Amalgam aus Funk, Minimal Music und Fusion, dass zudem noch aufgebrezelt wird durch ein modernes Gespür der Musiker fürs Visuelle und einen Hang zum philosophischen Überbau. Für den zeichnet für gewöhnlich der Pianist Nik Bärtsch verantwortlich, der in Interviews Sätze sagt wie: „In der Kontinuität liegt ja auch eine Veränderung.“ Um damit zu erklären, dass das traumwandlerische Verständnis unter den Musikern auch damit zu tun hat, dass man sich dadurch in die Pflicht nimmt, dass die Band, sofern nicht gerade auf Tour, jeden Montagabend im eigenen Club „Exil“ konzertiert, um die Performance durch fortwährende Übung zu perfektionieren. Fluid, leichtfüßig, dabei komplex. Aktueller Stand am 18.10. 2021: 881.
Nik Bärtsch sagt, dass man sich nicht jede Saison neu erfinden, sondern Neuerungen subtil in Kontinuitäten einzuarbeiten verstehen müsse und verrät sein Rezept für Originalität: „Wir versuchen eine Mischung aus Funk und Leere, einen Flow im Nichts. Das findest du weder bei Miles noch in der Fusion-Music. Das ist immer eine nervöse, urbane Musik gewesen, auch wenn sie groovte. Da zappelt immer irgendwo einer. Da muss immer was passieren, auch wenn es groovt. Dass dann auch mal länger nichts passiert, bis –zack! – ein Schlag kommt und der Groove wiederkommt, das höre ich dann tatsächlich doch eher bei „Le Sacre du Printemps“. In Japan werden die Leute übrigens sehr viel langsamer nervös, wenn mal längere Zeit nichts passiert.“ Ohnehin gibt es keinen Grund, nervös zu werden. Dazu ist die Performance der Band zuverlässig fesselnd, wenn Verfahren der elektronischen Musik, etwa an Loops erinnernde Repetitionen, enorme Spannungen aufbauen, die dann dadurch aufgelöst werden, dass die Band blitzschnell - „wie ein Schwarm Fische“ (Bärtsch) - die Richtung ändert. Häufig erlebt, nie zur Routine geworden. Wie auch? Seit 2020 ist – nach Björn Meyer und Thomy Jordi – mit Jeremias Keller ein neuer Bassist im Team.