The Low Frequency in Stereo

Je 05.11.2015


halle02 Heidelberg

Pré-vente: 15€plus des frais

Guichet de location: 18€

Début: 20:00

Ouverture des portes: 19:00

Série d'événements: A Collection of Drone, Noise, Ambient, Experimental Metal and Doom Jazz

Pays: Norwegen

Cast
Per Steinar Lie : b
Ørjan Haaland : dr
Hanne Eidsvåg Andersen : g, voc, elka
Linn Frøkedal : organ, voc, g
Øystein Braut : g

Dieses Konzert ist unbestuhlt.

Langsam, tief, verdichtet – Dark Jazz sucht nach der Essenz. Die intime, deepe und dunkle Seite der Musik ermöglicht Konzentration; Auge und Gehör fokussieren sich. Dark Jazz ist ein Antidot zu Hektik und Schnelllebigkeit. Man könnte die jüngsten Sound-Trends - Dark, Noise, Drone, die Rückkehr zu Ambient – zugleich als künstlerische Reaktionen auf die politischen und wirtschaftlichen Krisensymptome in der Welt sehen. Dark Jazz kommt den Verwerfungen unserer Zeit auf die Spur und schafft Raum für Stille und Reflexion. Daher verschafft Enjoy Jazz auch 2015 erneut dem Dark Jazz eine Bühne.

In ihrer Heimat weltberühmt, vom „Rolling Stone“-Herausgeber David Fricke verehrt, hierzulande der ewige Geheimtipp, vielleicht, weil etwas zu unberechenbar und experimentierfreudig. Seit dem selbstbetitelten Debütalbum von 2003 wird jedes Album der psychedelischen Post-Rocker aus dem norwegischen Haugesund von der Kritik bejubelt und – leider – vorzugsweisemit Referenzen umstellt. Die reichen von My Bloody Valentine bis Sonic Youth, von NEU! bis Can, von Mogwai bis The Doors. Zunächst als Instrumentalband mit dunklen Psych-Drones angetreten, lassen sie sich in der Folge von Helge Sten (Motorpsycho, Supersilent) produzieren und werden, ausgerechnet, als sie zum Avantgarde-Label „Rune Grammofon“ wechseln, mit „Futuro“ (2009) ziemlich poppig. Der Auftritt auf dem „Molde Jazz“-Festival im gleichen Jahr mit dem Saxophonisten Kjetil Møster fällt dafür dann mit denselben Songs erstaunlich jazzig aus. Das aktuelle Album „Pop Obskura“ (2013) switcht zwischen Krautrock, Post-Krautrock á la Stereolab und Broadcast und mischt etwas B 52’s-Extravaganz darunter. Ganz schön toll! Und dazwischen bleibt immer noch etwas Zeit, um als Lumen Drones psychedelische Noise-Meditationen in den „ECM“-Katalog zu schmuggeln.