Johannes Motschmann

Di 04.10.2016


halle02 Heidelberg

VVK: 17 € zzgl. Geb

AK: 21 €

Beginn: 20:00

Einlass: 19:00

Reihe: Tunneleffekt

Land: Deutschland

Besetzung:
Johannes Motschmann: p
Boris Bolles: v, synth
David Panzl: dr, perc

Seit nunmehr einigen Jahren dient das Label „Neo Classical“ als Plattform für neugierige und experimentierfreudige Musik-Hybride, die sich nicht länger um die traditionellen Grenzen zwischen den Genres Klassik und Electronica bekümmern, sondern diese auf höchst unterschiedliche und individuelle Weise transzendieren. Beispielhaft hierfür sei verwiesen auf die Arbeiten von Gas, Hauschka, Max Richter, Nils Frahm, Carsten Nicolai (alva noto) oder Ryuichi Sakamoto. Der Wahl-Berliner Komponist und Pianist Johannes Motschmann, Jahrgang 1978, hat Komposition, Klavier und elektronische Musik studiert, schätzt aber auch die experimentierfreudigen New Wave-Bands der 80er Jahre (OMD, Ultravox) und die elektronische Musik der „Berliner Schule“ der 70er Jahre um Tangerine Dream und Klaus Schulze. Brian Eno, Industrial und Techno natürlich nicht zu vergessen. Auf seinem aktuellen Album „Electric Fields“, live im Studio eingespielt und zu weiten Teilen komponiert, lässt der Wofgang Rihm-Schüler analoge Synthesizer auf Violinen-Sounds treffen und mischt elegische Ambient-Flächen mit rau-düsteren Drones. Das flackerne und pulsierende Ganze dieser durchaus clubtauglichen Avantgarde ist übrigens als eine Hommage an das nächtliche Berlin gedacht.