Reihe: Tunneleffekt
Land: Großbritannien
Besetzung:
Gold Panda: midi, keys, electronics, live visuals
„Quitter’s Raga“ war das Eintrittsbillet: Noch bevor der 1980 in Peckham geborene und in Chelmsford lebende Derwin Panda ein Album veröffentlicht hatte, ließ der Song auf seinem Weg durch die unendlichen digitalen Weiten aufhorchen. Dieser Track, eine extrem affizierende Mischung aus schleifenden Samples, Breakbeats und indischer Folklore, machte aus dem sich Gold Panda nennenden Engländer mehr als ein Gerücht: Er wurde von dem Label Ghostly International unter Vertrag genommen, auf dem 2010 sein gefeiertes Album „Lucky Shiner“ erschien. Man merkt der Platte die kunterbunte Vergangenheit des gefragten Produzenten an: Er hat in Japan gelebt, an der School of Oriental and African Studies der Universität London studiert, und er schert sich auch in seinen kuscheligsmarten musikalischen Experimenten nicht um willkürlich gezogene Grenzen. Sein neuestes Album, im Mai bei City Slang erschienen, ist von einer Reise durch Japan im Jahr 2014 inspiriert. Der Titel, hat Gold Panda verraten, verdankt sich dem Abschiedsgruß eines japanischen Taxifahrers: „Good Luck and Do Your Best“. Gold Panda hat tatsächlich sein Bestes gegeben. Die Platte begeistert vor allem durch eine melancholische Catchiness, bringt wie schon die Vorgänger außereuropäische Klangwelten ins Spiel und erzeugt ein sehr urbanes Gefühl von Freiheit und Offenheit. Tanzen kann man dazu übrigens auch.