Land: Deutschland
Besetzung:
Claudius Valk : sax
Sebastian Sternal : p
Johannes Lemke : ss
André Nendza : b
Christoph Hillmann : dr, Garrahand & Framedrum
Seit 2006 wird von der IG Jazz Mannheim der Neue Deutsche Jazzpreis verliehen – eine einzigartige Auszeichnung, die nicht von einer Jury aus Experten und Kritikern vergeben wird, sondern vom Publikum. Die Vorauswahl von Bands und Musikern trifft allerdings jeweils ein bekannter Musiker. So wirkten bereits Alexander von Schlippenbach, Joachim Kühn oder Kenny Wheeler als Kuratoren. In diesem Jahr lag der Vorentscheid in den Händen des polnischen Trompeters Tomasz Stanko. Dass der gute Arbeit geleistet hat, zeigt sich alleine schon darin, dass es 2014 nach dem Konzert in der Alten Feuerwache zwei gleichrangige Preisträger gab. Das Duo des Pianisten Sebastian Sternal und des Saxophonisten Claudius Valk hat mit dem Titel seiner CD „Lichtspielhaus“ gleich ein Motiv ihrer Kollaboration vorgegeben: Die beiden evozieren in der Auseinandersetzung mit Standards, aber auch eigenem Material Sehnsuchts- und Filmbilder, kreieren Soundscapes, in denen sich Geschichten entfalten können. Dem Publikum hat dieser assoziationsreiche Dialog zweier Könner ebenso gefallen wie die leichtfüßigen, improvisatorischen Volten von Tria Lingvo. „An Spielwitz, musikalischer Intelligenz, lustvoller Spontaneität und Intuition ließ die Band keine Wünsche offen“, schwärmte die Rhein-Neckar-Zeitung. Klar, dass die Preisträger-Ensembles beim Enjoy Jazz-Festival nicht fehlen dürfen.