Heidelberger Kunstverein (HDKV)
Pré-vente: 18,50 €plus des frais
Guichet de location: 21,00 €
Début: 20:00
Ouverture des portes: 19:00
Bestuhlt
Aufgewachsen in Südkorea erhielt Sun-Mi Hong früh Klavierunterrichtung, konnte aber ihre Eltern mit einiger Beharrlichkeit dazu überreden, ans Schlagzeug wechseln zu dürfen. Anekdoten von ihrem Einsatz beim Training wissen zu beindrucken. Inspiriert von Brian Blade, Roy Haynes, Jack DeJohnette, Elvin Jones und Tony Williams entschied sie sich schließlich 2011 für ein Studium am Konservatorium in Amsterdam, das sie nach sechs Jahren 2017 erfolgreich abschließen konnte. Fast zeitgleich mit dem Ende des Studiums veröffentlichte Sun-Mi Hong ihr Debütalbum „First Page“ als Leaderin eines Quintetts, ausschließlich mit Eigenkompositionen. In der Folge avancierte sie zu einem „rising star“ der niederländischen Jazz-Szene, gewann mehrere Preise und wurde auf wichtige Festivals eingeladen. Der Terminkalender war bestens gefüllt, als die Pandemie eine Vollbremsung forderte. Mittlerweile ist „Second Page: A Self-Strewn Portrait“ erschienen, ein Album mit einer ausgeprägten Handschrift, das mehr als eine Sammlung von Stücken sein sollte. Als Schlagzeugerin geschätzt für ihr ausbalanciertes Spiel zwischen relaxten Groove und Sinn für dramatische Akzente, denkt sie als Komponistin vorzüglich an das Ensemble, für das sie komponiert. Der naheliegenden Versuchung, sich spektakuläre Showcases und rhythmische Finessen in die eigenen Kompositionen zu zaubern, ist Sun-Mi Hong glücklicherweise nicht erlegen. Eher schon gefällt ihr vielleicht meditativer Ansatz, der den Bezug zur koreanischen Tradition präsent hält. Agiert Sun-Mi Hong als Bandleaderin also vorzugsweise als Teamplayer, darf man auf ihre Soloperformance, die auch dramaturgisches Gespür erfordert, wirklich gespannt sein.