Land: Schweiz/ England
Besetzung:
Maya Homburger : v
Barry Guy : kb
Eine Paarbeziehung und seine über die Jahre gewachsene Liebe zur Alten Musik. Sie: Die Violinistin Maya Homburger, in der Schweiz geboren und aufgewachsen, spezialisiert auf Kammermusik und Soloauftritte, experimentierfreudig, Freiheiten der Notation dankbar aufgreifend. Er: Der Kontrabassist Barry Guy, seit über 30 Jahren ein Grenzgänger zwischen Jazz, Improvisation und Neuer Musik, Leader des London Jazz Composers Orchestra. Die Idee: Solowerke aus der Barockmusik im Kontext von Jazz, frei improvisierter Musik und neuer Auftragsmusik aufzuführen, dokumentiert auf dem famosen „ECM“-Album „Ceremony“ (1999). Barry Guy dazu: „Das Ideal, sowohl Komponist wie eigener Interpret und Improvisator zu sein, finde ich äußerst faszinierend. Es sind keine freien Improvisationen, sondern Improvisationen in ganz bestimmten Parametern.“ Maya Homburger: „Innerhalb der Notation gibt es rhythmische Freiheiten. Wir lieben es, wenn Bass und Violine sich rhythmisch ganz leicht verschieben und dadurch Dissonanzen auftreten. Es entsteht ein leichtes Flimmern, das wir sehr mögen.“ Barry Guy: „Wir wollen kein Crossover. Wir halten an der Verschiedenheit dieser Klangwelten fest. Es gibt aber emotionale Bezüge, die uns interessieren.“ Homburger und Guy werden an diesem Abend die berühmten „Rosenkranz-Sonaten“ von Heinrich Ignaz Franz Biber (1644-1704) und auch eigene Kompositionen interpretieren. Es sind Entdeckungen zu machen! Garantiert!