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Is the groove not enough? „In Japan geht es länger, bis die Leute im Konzert nervös werden, wenn mal längere Zeit nichts passiert“, erklärt Nik Bärtsch, wenn es darum geht, den Unterschied der „Ritual Groove Music“ von RONIN zur nervös-urbanen Fusion-Music der 1970er Jahre zu beschreiben. „Wir kreieren eine Mischung aus Funk und Leere. Eine wirbelnde Episode – dann ein Akkord. Stillstand. Gar nichts! Und zack! – geht´s wieder weiter. Diese Technik wird konsequent zum Beispiel in der japanischen Ritualmusik ausgearbeitet. Oder auch in verschiedenen Kampfkunsttechniken.“ Solche Überlegungen hat Bärtsch zum Label „Zen Funk“ verdichtet. Dazu passt, dass die Band, sofern nicht gerade auf Tour, jeden Montagabend im eigenen Club „Exil“ konzertiert, um die Performance durch fortwährende, disziplinierte, ritualisierte Übung voranzutreiben. „Durch Kontinuität entsteht wie von selbst Veränderung!“, erklärt Nik Bärtsch, der die Band gerne als einen sich entwickelnden Organismus betrachtet. Seit 2001 entwickeln sich RONIN nunmehr kontinuierlich, seit 2006 unter dem Dach von „ECM“. Höchste Zeit, einmal im Rahmen eines Gespräches einen Blick in die Werkstatt von Nik Bärtsch und RONIN zu werfen, angeregt und befeuert von der Musik Dritter.