Theater Heidelberg, Alter Saal
VVK: 5,50 € inkl. Geb
AK: 8,00 €
Beginn: 11:00
Einlass: 10:00
Bestuhlt
Reihe: Jüdisches Leben
Land: Deutschland /
Besetzung:
Janusz Pawelczyk-Kissin
Mischa Kissin
Volker Doberstein: Moderation
„Wir sind eine nach außen offene Gemeinde, die innen ihre Traditionen pflegt.“ Im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne hat Janusz E. Pawelczyk-Kissin, Rabbiner der Jüdischen Kultusgemeinde Heidelberg, zu einer Haltung von wohltuender Klarheit gefunden. Eine Klarheit, die Konflikte und Übergriffe benennt, den Dialog sucht und Versöhnung nicht ausschließt. Eine Klarheit, die geeignet ist, im Ritus Heimat zu schaffen und dadurch – im Zeitalter der Vereinzelung besonders wichtig – Menschen in der Gemeinschaft und als Gemeinschaft Orientierung zu vermitteln: geistlich wie geistig. Darüber hinaus ist Rabbiner Pawelczyk-Kissin, der in Doppelfunktion auch Kantor der Heidelberger Gemeinde ist und in seiner knapp bemessenen Freizeit Gitarre spielt, ein großer Kenner und Liebhaber der Musik. Sein Horizont erstreckt sich von der Klassik und der geistlichen Musik über den Jazz bis zu jüdischen Tischliedern. Übrigens hat sein Sohn Mischa, der gerade an der Filmuniversität Babelsberg seine Bachelor-Arbeit im Fachbereich „Sound“ abschließt, vor dem Studium rund zwei Jahre für ein großes Klassik-Label gearbeitet – und für ECM. Seitdem teilen beide die Liebe zu den Produktionen dieser aktuell bedeutendsten Plattenfirma des Jazz. Für unsere Matinee hat Rabbiner Pawelczyk-Kissin gemeinsam mit seinem Sohn, der die Musik zuspielen wird, eine ganz besondere Playlist zusammengestellt: eine Autobiografie in Tönen, die den roten Faden für ein Gespräch voller ebenso spannender wie kluger Einblicke bilden wird.