Elliott Sharp (Solo) plays Thelonious Monk

So 04.11.2007


Kulturhaus Karlstorbahnhof Heidelberg

Beginn: 21:00

Einlass: 20:00

Land: USA

Besetzung:
Elliot Sharp : g

War Thelonius Monk etwa ein Folkie? Auf diese Idee könnte man kommen, wenn man hört, mit welcher Geduld Elliott Sharp auf seinem 2006 auf einem portugiesischen Kleinstlabel veröffentlichten „plays Monk“-Album die Schönheit der Melodien von „Misterioso“, „Round Midnight“ oder „Epistrophy“ ausbreitet, erkundet, preist. Natürlich nicht nur, in ausgedehnten Improvisationen gibt es reichlich Elliott Sharp mit seinem typischen, nach vorne drängenden perkussiven Uptempo-Gitarrenspiel. In den Linernotes zum Album schreibt Sharp, dass er Monk um 1968 herum entdeckte, als er für Psychedelia und Blues schwärmte und eher zu sonischen Exzessen neigte. Monks Harmonien, seine eingängigen, aber verzwickten Melodien, seine rhythmischen Bewegungen sorgten für eine „klärende“ Gegenbewegung. Wer aus Anlass des Todes von Michelangelo Antonioni vielleicht noch mal den Soundtrack von „Zabriskie Point“ herausgesucht hat, findet dort vergleichbare Sounds von John Fahey und Jerry Garcia. Aber Elliott Sharp, den umtriebigen Experimentator und Noise-Virtuosen, haben wir so sanft und melodiös bisher sehr selten gehört.