Kulturhaus Karlstorbahnhof Heidelberg
VVK: 21,90 € zzgl. Geb
AK: 25 €
Beginn: 21:00
Einlass: 20:00
Bestuhlt
Reihe: Coming soon
Land: UK
Besetzung:
Yahael Camara-Onono
Nathaniel Cross : pos
Ife Ogunjobi : tp
Joe Bristow : pos
Elias Jordan Atkinson : tp
Moses Olukayode : tr
Paul Goumou : tr
Jali Bakary Konte :
N'famady Kouyaté :
Triston Dubison : dr
Yohan Kebede : kb
Godwin Sonzi : g
Jonathan Monga Moko : b
Adeegun Crispin Spry :
Skanda Sabbagh :
Das große Faszinosum der jungen britischen Jazzcommunity hat eindeutig mit deren Vielfalt, Multiperspektivität und Diversität zu tun: Ohne die Musikerinnen und Musiker, die aus ihren unterschiedlichen migrantischen Wirklichkeiten schöpfen und diverse Traditionen aus den Ländern ihrer Eltern oder Großeltern in ihre Arbeit einfließen lassen, wäre die englische Jazz-Renaissance nicht denkbar und nur halb so interessant. London ist das Kraftzentrum dieser fiebrigen Szene, deren Protagonistinnen und Protagonisten untereinander verbandelt sind. In immer neuen, wechselnden Konstellationen verkörpern sie diesen Aufbruch. Das gilt nicht zuletzt für das 2019 entstandene Balimaya Project. Explizites Ziel dieses Kollektivs ist es, in Großbritannien lebende Instrumentalisten mit afrikanischen Wurzeln mit ihren Roots zu verbinden – natürlich vor allem musikalisch.
Perkussionist Yahael Camara Onono ist der Motor dieser Gruppe im Big-Band-Format. Der Sohn einer Nigerianerin und eines Senegalesen gehört seit langem zur Londoner Jazz- und Global-Music-Szene und hat etliche Gleichgesinnte zu einer Supergroup zusammengeschlossen – etwa den Posaunisten Joe Bristow vom Seed Ensemble oder Keyboarder Yohan Kebede von Kokoroko.
Die Stücke des ersten Albums „Wolo So“ sind von einer imposant vielschichtigen Rhythmusgruppe getragen, dazu kommen Koras, Balafon und Bläser. Bezüge gibt es zur traditionellen Mande Musik Westafrikas, aber auch zu dem in Lagos populär gewordenen Afrobeat. Funk, Jazz, folkloristische Elemente fließen hier ganz organisch zusammen. Das Balimaya Project – das Wort Balimaya bedeutet Verwandtschaft – ist, so Camara Onono, die Umsetzung des Traums, „meine Erfahrungen von kultureller Diaspora und neuer Heimat zusammen zu bringen. Und dazu Musik, und speziell die Djembe, als Bindeglied zu nutzen.“ Manchmal verwirklichen sich Träume.