Charles Lloyd

Sa 29.10.2016


BASF-Feierabendhaus Ludwigshafen

VVK: 34,50 / 30 / 25,50 € zzgl. Geb

AK: 42 / 37 / 32 €

Beginn: 20:00

Einlass: 19:00

Land: USA

Besetzung:
Charles Lloyd: sax, fl, trgt
Gerald Clayton: p
Reuben Rogers: b
Kendrick Scott: dr

Charles Lloyd gehört zu jenen Musikern, über die man stundenlang sprechen könnte, weil sie in ihrer langen Karriere durch alle möglichen Formen gewandert und auf dem Weg etlichen Gleichgesinnten begegnet sind, unzählbar viele Platten gemacht und mit verschiedensten Genres experimentiert haben. Eigentlich genügt es, diesen Namen zu nennen – und augenblicklich tut sich ein Assoziationsraum auf, der jedes Maß sprengt: geboren 1938 in Memphis, mit Leuten wie Don Cherry, Ornette Coleman, Charlie Haden oder Bobby Hutcherson zusammengespielt, in der Band von Gerald Wilson und dann bei Chico Hamilton angeheuert, mit Keith Jarrett, Cecil McBee und Jack DeJohnette ein Quartett gegründet, das ihn zu einer Art Popstar machte. Überhaupt war Lloyd der druckvollen Intensität des Rock mehr zugetan als die meisten Jazzpuristen, dabei hat er aber die Avantgarde nie verraten. Dann ein langer Rückzug, der ihm die Ruhe verschaffte, seine Instrumente – das Saxofon und die Querflöte – noch stärker zu Erweiterungen des eigenen Körpers werden zu lassen. Er wolle dahin gelangen, sagte er einmal, „wo der Ton zur destillierten Essenz wird und eben diese Qualität der Reinheit spürbar ist“. Wer mit ihm spielt, wird von dieser lyrischen Kraft mitgetragen. In den letzten zwei Jahrzehnten hatte er Musiker wie Billy Higgins, John Abercrombie, Jason Moran oder Brad Mehldau an seiner Seite. In seinem neuesten Quartett ist der Pianist Gerald Clayton hervorzuheben, dem mit seinen 32 Jahren eine große Karriere vorausgesagt wird.