Land: Deutschland / Belgien
Besetzung:
Martin Wind: b
Philip Catherine: g
Programm "New Folks"
„Young Django“ hat ihn einst ein beeindruckter Charles Mingus genannt. Mittlerweile ist der belgische Gitarrist Philip Catherine 71 Jahre alt und nicht mehr so präsent im Bewusstsein der Jazzhörer wie zu jener Zeit, als er mit der Formation Pork Pie, an der Seite von Chet Baker, Niels-Henning Örsted Pedersen, Larry Coryell, oder später gemeinsam mit Jasper van´t Hof und Charlie Mariano zum wichtigsten europäischen Jazz-Gitarristen aufstieg. „New Folks“, das neue Album, das ihn im Duo mit dem halb so alten Bassisten Martin Wind präsentiert, ist aber beileibe kein Comeback, sondern nur eine günstige Gelegenheit, sich einmal mehr der – Mingus möge verzeihen! – unverwechselbaren Spielkultur des Ästheten Catherine zu versichern. Unaufgeregt, introspektiv und elegant bewegen sich die beiden Musiker durch ein Programm aus Eigen- und Fremdkompositionen, darunter Stücke von Dexter Gordon, George Shearing, Paul McCartney und Hoagy Carmichael. Schlicht brillant ist ihre Interpretation von Hank Jones´ Komposition „Sublime“, während Oscar Pettifords „Blues in the Closet“ augenzwinkernd klar stellt, woher sich Status Quo die Ideen für ihre tristen Boogie Rock-Hits geholt haben.