Reihe: 50 Jahre ECM
Land: Italien / Neuseeland / Griechenland
Besetzung:
Michele Rabbia : perc, elec
Rob Thorne : nga taonga puoro
Tania Giannouli : p
Andreas Polyzogopoulos : trp
Kyriakos Tapakis : oud
Erinnert sich noch jemand an die eigentümliche Faszination, die Ende der 1970er Jahre von den ersten Filmen des australischen Filmemachers Peter Weir ausgingen? „Picknick am Valentinstag“ und „Die letzte Flut“ waren mystische Thriller, die mit eindrucksvollen Bildern von archaischen Landschaften und der uralten Kultur der Aborigines erzählten. Nun wollen wir nicht vorschnell und europäisch die Aborigines mit den Maori in einen Topf werfen: es geht eher um die eigentümliche Atmosphäre, die das Projekt REWA kreiert. Es geht um eine akustische Begegnung zweier archaischer Kulturen: der griechischen und derjenigen der Maori. An zwei Tagen im Athen des Jahres 2017 improvisierten die griechische Pianistin Tania Giannouli, die 2018 mit ihrem Trio beim Jazzfest Berlin gastierte, und der aus Neuseeland stammende Rob Thorne, der als Spezialist für die traditionellen, sakralen Instrumente der Maori gilt. Die „nga taonga puoro“ dienten und dienen u.a. der Kommunikation mit den Göttern und imitierten den Klang der Natur, des Windes, des Meeres und der Fauna. Die Instrumente werden mit größtem Respekt behandelt. Das Duo wurde ergänzt durch bestimmte „Treatments“ des Tonmeisters Steve Garden, auf dessen Label „Rattle Records“ REWA auch veröffentlicht wurde. In Ludwigshafen werden Giannouli und Thorne vom italienischen Perkussionisten Michele Rabbia begleitet, der im Frühjahr mit „Lost River“ ein Trioalbum bei „ECM“ veröffentlicht hat, das durchaus verwandte freie sonische Abenteuer wagt.
Das Konzert ist bestuhlt.