Enjoy Jazz Friends-Reise

Am Samstag den 6. Mai 2017 werden die Friends of Enjoy Jazz eine gemeinsame Reise nach München unternehmen, um die Ausstellung ‚Free Music Production / FMP: The Living Music‘ und Abends gemeinsam das Konzert von Peter Brötzmann zu besuchen. Treffpunkt ist 13.45 Uhr im Haus der Kunst in München. Die Friends of Enjoy Jazz werden vom Kurator eine exklusive Führung durch die Ausstellung erhalten. Alle Eckdaten finden Sie zusammengefasst unter https://enjoyjazz.de/partner/friends-of-enjoy-jazz/. Anmeldungen sind noch bis zum 04.05.2017 unter friends@enjoyjazz.de möglich, die Kapazitäten sind allerdings begrenzt. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldung!

Enjoy Jazz Summer 2017

Bevor es ab Oktober wieder sieben Wochen ‚Enjoy Jazz!‘ heißt, dürfen sich alle Musik Aficionados der Metropolregion Rhein-Neckar bereits im Sommer auf drei erstklassige Jazzkonzerte im Rahmen des Internationalen Festivals für Jazz und Anderes freuen! Den Anfang macht noch im Mai der Kalifornier Joshua Redman mit seinem Trio um Reuben Rogers und Greg Hutchinson in der Alten Feuerwache in Mannheim. Von Jazz, über Rock & Pop bis hin zu Weltmusik ist Redman in allen Genres bewandert und setzt regelmäßig eher neue Maßstäbe denn bloße Duftmarken. Weiter geht es im Juli mit Tini Thomsen’s MaxSax: Die in Hamburg geborene Saxofonistin setzt auf Energie statt Ruhepuls. Foo Fighters statt Gerry Mulligan, Queens of the Stone Age statt Pepper Amdams – Vollgas geben ist ihre Spezialität. Die fünfköpfige Formation kommt nun im Sommer in die Metropolregion. Eines steht fest: Langweilig wird es nicht. Den Abschluss der Enjoy Jazz Summer Reihe bildet das koreanische Quartett Black String: Wie schafft man eine musikalische Originalität, die auf Altbewährtem aufbaut? Der vierköpfigen Formation gelingt das durch den individuellen Mix aus koreanisch-tradierten Klängen und jazzaffinen Anleihen, die auf Improvisation setzten. Hier treffen verschiedene Instrumente in einem unverkennbaren Zusammenschluss aufeinander: von traditionell folkloristischen Tönen des Geomun-go und der Perkussion bis hin zum modernen Sound der Jazz Gitarre. Black String: der Geheimtipp des Sommers!

31. Mai 2017, Joshua Redman Trio, Alte Feuerwache Mannheim,
Einlass 19:00, Beginn 20:00, Ticket VVK 30 € zzgl. Gebühren / AK 35 €

2. Juli 2017, Tini Thomsen’s MaxSax, Karlstorbahnhof Heidelberg,
Einlass 19:00, Beginn 20:00, Ticket VVK 18 € zzgl. Gebühren / AK 22

5. Juli 2017, Black String, DasHaus Ludwigshafen,
Einlass 19:00, Beginn 20:00, Ticket VVK 20 € zzgl. Gebühren / AK 25 €

 

Baritonsaxofonist Ekkehard Jost verstorben

Ekkehard Jost (*22.1.1938 ; +23.3.2017) //
Ein Nachruf von Martin Laurentius:

Mit geradezu feuilletonistischer Eloquenz stellte er profunde historische Bezüge sowohl zu den verschiedenen Landesszenen her als auch rüber in die USA. Jost, 1938 in Breslau geboren, war einer der Musikwissenschaftler, dem es stets gelang, den Elfenbeinturm zu verlassen und unterhaltend über sein Forschungsgebiet zu sprechen: über den Jazz in seinen vielfältigen stilistischen Ausprägungen. Denn Jost war selbst auch Musiker: Als geschmeidig phrasierender Baritonsaxofonist sorgte er schon während seines Studiums von 1959 bis 1965 in Hamburg für Aufsehen in der deutschen Jazzszene. Und weil er als Musiker anerkannt war und von seinen Kollegen geschätzt wurde, konnte er seine Arbeitsbereiche gut miteinander verbinden. Für seine Habilitation zum Thema Free Jazz lebte Jost zum Beispiel längere Zeit in New York, um direkt vor Ort mit den Protagonisten dieser revolutionären Musikgattung zu sprechen und deren Projekte musikwissenschaftlich zu analysieren. Ein weiteres Standardwerk ist seine Sozialgeschichte des Jazz in den USA, mit dem er die teils schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen der US-amerikanischen Musiker beschreiben und analysieren konnte. Von 1973 bis zu seiner Emeritierung 2003 leitete Jost als Professor das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Gießen, außerdem war er Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Internationalen Gesellschaft für Jazzforschung Graz und hatte unter anderem Lehraufträge in Marburg, Hamburg und Frankfurt. Doch neben seiner Karriere als Wissenschaftler mit internationalem Ruf blieb Jost zeitlebens Jazzsaxofonist, der kontinuierlich mit befreundeten Musikern (der Kontrabassist Dieter Manderscheid beispielsweise, oder der Schlagzeuger Joe Bonica) seine Projekte realisierte und auf seinem eigenen Label, Fish Records, veröffentlichte. Josts WDR-3-Sendereihe Jazzgeschichten aus Europa ist 2012 dann als Buch im Wolke Verlag erschienen. Dieses so Jost-typische Kompendium wird seine letzte Veröffentlichung zu Lebzeiten sein: Der Musikwissenschaftler und Jazzmusiker Ekkehard Jost ist in der Nacht des 23. März in Marburg im Alter von 79 Jahren gestorben.

„Godfather of Fusion“ Gitarrist Larry Coryell gestorben

„Als einer der ersten Gitarristen seiner Generation vermischte er Ende der Sechziger Rock- und Jazz-Elemente zu einem neuen Sound: Larry Coryell, der „Godfather of Fusion“, ist im Alter von 73 Jahren gestorben. […] Larry Coryell – wenngleich nicht so bekannt wie seine Zeitgenossen und Gitarristenkollegen John McLaughlin oder Pat Metheny – gilt als Pate dieser aktuell von Post-Hip-Hop-Künstlern wie Flying Lotus neu entdeckten Spielart, er wurde „Godfather of Fusion“ genannt. Vor allem seine ersten beiden Alben „Coryell“ und „Spaces“ (beide 1969 auf Vanguard erschienen) gelten heute als wegweisende Meilensteine des Genres, auf Letzterem spielten spätere Genre-Größen wie McLaughlin, Chick Corea und Billy Cobham. Anfang der Siebzigerjahre gründete Coryell zusammen mit seinem guten Freund, dem Keyboarder Mike Mandel, dem Trompeter Randy Brecker, dem Bassisten Danny Trifan und dem Drummer Alphonse Mouzon die Fusion-Supergroup The Eleventh House, die jedoch nur drei Jahre zusammen blieb. Auch mit Miles Davis und Chet Baker spielte Coryell im Verlauf seiner langen Karriere. Mehr als 60 Soloalben brachte Coryell heraus, das letzte, „Barefoot Man: Sanpaku“ erschien im Oktober 2016. Unermüdlich tourte der Gitarren-Virtuose mit seiner Musik, noch am vergangenen Wochenende hatte er zwei Auftritte im New Yorker Iridium Jazz Club absolviert. In der Nacht zu Montag verstarb Larry Coryell in seinem Hotelzimmer im Schlaf. Er hinterlässt seine Ehefrau Tracey, vier Kinder und sechs Enkel.“ Der Spiegel, Foto: Gijsbert Hanekroot/Redferns

SWR Jazzpreis 2017 für Christian Lillinger

Christian Lillinger erhält den je zur Hälfte vom Land Rheinland-Pfalz und vom Südwestrundfunk gestifteten SWR Jazzpreis 2017. Dem 1984 in Lübben geborenen Schlagzeuger wird die Auszeichnung im kommenden Herbst beim Internationalen Festival „Enjoy Jazz“ in Ludwigshafen überreicht. Ebenfalls nominiert für den SWR Jazzpreis waren der Pianist Simon Nabatov, die Cellistin Elisabeth Coudoux und die Saxofonistin Anna-Lena Schnabel. Die Begründung der Jury für die Vergabe an Lillinger lautet: „Christian Lillinger ist eine Ausnahmeerscheinung des deutschen Jazz. Couragiert und ideenreich sucht er beständig nach Erweiterungen seines Ausdrucksspektrums – und steht ein für das Nonkonformistische der Kunstform Jazz. Lillingers furioses Schlagzeugspiel ist ebenso klangbewusst wie virtuos und darüber hinaus stilistisch ausgesprochen vielgestaltig. Neben seinen Aktivitäten als Impulsgeber in kollektiv geführten Bands wie Gropper/Graupe/Lillinger, dem Trio Grünen oder den Quartetten Amok Amor oder KUU!, setzte Lillinger in den vergangenen Jahren immer wieder auch starke Akzente als Komponist für sein Sextett Grund“.

Der SWR Jazzpreis ist der älteste Jazzpreis Deutschlands und wird 2017 zum 37. Mal vergeben. Die Jury besteht aus je zwei Vertreterinnen bzw. Vertretern des SWR (Julia Neupert/Juryvorsitz und Günther Huesmann) und des Landes Rheinland-Pfalz (Georg-Rudolf May, Hans-Jürgen Linke), einem Mitglied einer Jazzorganisation (Frank Gratkowski, Union Deutscher Jazzmusiker) und zwei unabhängigen Musikkritikern bzw. einer -kritikerin (Ulrich Kriest, Maxi Sickert). Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

Die Formation, in der Lillinger bei Enjoy Jazz in Ludwigshafen im Kulturzentrum dasHaus auftreten wird, so wie der Termin des Konzertes werden in Kürze bekanntgegeben werden.

Erstes Sommerkonzert 2017 mit dem Joshua Redman Trio

Wer sich über die musikalischen Vorlieben und Stichwortgeber des Kaliforniers Joshua Redman genauer informieren möchte, braucht mindestens drei Lexika: Eines über den Jazz, ein anderes über Rock & Pop und ein drittes über Weltmusik. Bescheidenheit mag ja, wie der Volksmund glaubt, eine Zier sein, aber Joshua Redman möchte ja nichts verzieren, will ja mit seinem Saxophon, zu dem er den Umweg über die Klarinette nahm, keine hübschen Klang-Arabesken über bekanntem Terrain verteilen.
Seit der Sohn von Dewey Redman, ebenfalls Saxophonist, vor zwei Dekaden damit begann, sich in immer neuen eigenen Bands sowie als Teamplayer bei fast allen Größen des Jazz auszuprobieren, setzt er regelmäßig eher Maßstäbe denn bloße Duftmarken. Ob mit Drummer Brian Blade und Sam Yahel an der Hammond als Elastic Band, ob mit Eric Clapton und BB King bei den Louisiana Gator Boys, ob mit Herbie Hancock, Stevie Wonder, den Rolling Stones oder wie gerade erst mit Brad Mehldau: Redman führt seine Hörer immer mit faszinierenden Klängen an die Grenzen ihrer eigenen Jagdgründe und lockt sie dann charmant und unwiderstehlich in fremde Territorien. Bekehrung niemals ausgeschlossen, großer Genuss immer garantiert.

Enjoy Jazz Summer – Joshua Redman Trio, Mi 31.05.2017, Alte Feuerwache Mannheim

Nachholtermin für Jacob Collier

Ersatztermin für das im November ausgefallene Konzert von Jacob Collier:

Leider musste das für den 03. November geplante Konzert im Rahmen von Enjoy Jazz wegen Krankheit abgesagt werden. Wir freuen uns, den wieder genesenen Jacob Collier nun in Mannheim begrüßen zu können!

Chick Corea, Herbie Hancock, Quincy Jones und Pat Metheny – diese Herren haben sich in ein junges Genie verliebt, und sie lassen keine Gelegenheit aus, es zu preisen. Das Wunderkind hört auf den Namen Jacob Collier, ein 21-Jähriger, der im Haus seiner Mutter in London lebt und sich dort ein Musikzimmer eingerichtet hat, aus dem irgendwann per Youtube die wundersamsten Sounds in die Welt drangen: groovige Chorsätze mit dem rhythmischen Drive der Swingle Singers, perkussive Feuerwerke, übereinandergeschichtete Instrumente, virtuose Improvisationen, ein Repertoire aus Coversongs von George Gershwin über Stevie Wonder bis Brian Wilson, dazu Videos, in denen er sich auf dem Bildschirm ebenfalls vervielfachte. Collier spielt jedes Instrument selbst. Irgendetwas Magisches muss in diesem Zimmer passiert sein. Am 30.01. können Sie diese Magie nun endlich live auf der Bühne erleben!

Die Tickets für den 03.11.16 behalten ihre Gültigkeit!

In Erinnerung an den großartigen Schlagzeuger Janusz Maria Stefański

Der polnische Schlagzeuger Janusz Maria Stefański setzte Glanzlichter! Zuletzt konnten wir ihn und sein musikalisches Können am 21.10.16 im Rokokotheater Schwetzingen erleben, als er das Emil Mangelsdorff Quartett beim gemeinsamen Eröffnungskonzert der Jazzinitiative Schwetzingen und Enjoy Jazz bereicherte. In der Nacht auf Samstag,den 05.11.16, verstarb Janusz Maria Stefański überraschend. In tiefer Dankbarkeit für diese einzigartigen und wundervollen Momente bleibt er uns in Erinnerung.

Enjoy Jazz Abschlusskonzert mit Archie Shepp

Enjoy Jazz geht mit einem herausragenden Tribut an John Coltrane zuende!
Zu einem Nachbericht der TAZ, die auch dabei war, geht es hier.

Der wunderbare Abend mit Archie Shepp, Reggie Workman, Jason Moran, Nasheet Waits, Amir ElSaffar und Marion Rampal auf der Bühne der Heidelberger Stadthalle bildet den Abschluss der erfolgreichen 18. Ausgabe des Festivals.

Vielen Dank an alle Besucher, Partner, Unterstützer und Helfer!